Unser Geburtsvorbereitungskurs hat am 26. Februar 2007 begonnen und ab dann wird er bis zum 2. April jeden Montag abend stattfinden. Wir scheiben hier mal die Agenda auf und werden nach jedem Termin mal kommentieren, was uns so gefallen hat bzw. was wir erlebt haben...
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1. Woche
Einführung
Der letzte Monat der Schwangerschaft - Erleichterung bei Unwohlsein
Schwangerschafts- Haltungs- und Rückenübungen
Überblick über die Phasen und Anzeichen der Wehen
Was sollen wir tun, wenn die Wehen beginnen und wann sollen wir ins Krankenhaus?
Der erste Termin war etwas merkwürdig. Chris konnte leider wegen einer Projektdeadline nicht dabei sein. Also musste ich allein gehen. Das war aber nicht so schlimm, da Gabi - eine Österreicherin, die Zwillinge erwartet- auch allein da war. So konnten wir uns zusammen hinsetzen und uns gegenseitig den anderen Pärchen vorstellen. Die Veranstaltung wurde von einer Hebamme geleitet. Sie ist super hager und hat ein sehr freundliches Gesicht. Ihre Beschreibungen sind anschaulich und sie scheint wirklich sehr genau zu wissen was einen so interessiert wenn man schwanger ist. In dieser ersten Veranstaltung wurde viel Allgemeines erzählt. Viele Dinge die ich schon wusste und die selbstverständlich waren. Dann aber kam die Frage, die mich echt ins Grübeln gestgürzt hat. "Stellen Sie sich vor, dass heute abend um 22 Uhr Ihre Wehen beginnen. Was möchten Sie jetzt vorher noch gern wissen?" Krasse Vorstellung!! Also mich haben erstmal so Infrastrukturelle Dinge interessiert... Wie soll ich dann ins Krankenhaus kommen? Mit der U-Bahn? Kann ich dann noch U-Bahn fahren? Oder mit dem Taxi? Muss ein Taxifahrer mich transportieren? Soll ich einen Krankenwagen rufen? Woher weiss ich überhaupt wann ich ins Krankenhaus muss? Muss ich mich im Krankenhaus anmelden? usw.
Die Hebamme hatte auf wirklich jede Frage eine eindeutige und beruhigende Antwort! Dann hat sie uns anhand eines Modells die verschiedenen Kindslagen vorgestellt und uns Vor- und Nachteile beschrieben. Gegen Ende haben wir noch einen Film über eine Geburt gesehen. Sehr beruhigend. Die dritte Geburt einer jungen Mutter, die sich total mit Lachgas zugedröhnt hatte. Also wenn ich so viel Spass dabei haben werde, dann mal los!
Es gab natürlich auch noch eine Tragetasche voll mit irgendwelchen Pröbchen und Werbungen von Babypflegeprodukten, Lätzchen und Erstlingsnahrung.
Nach dem Kurs habe ich dann meinen Mann im Büro erstmal mit einem Mc Donalds Meal versorgt um Ihn dann schliesslich um 23.30 Uhr mit nach Hause zu nehmen.
2. Woche
Aufnahme im Krankenhaus und Versorgung während der ersten Wehenphase
Techniken für die Wehen (Entspannung, Positionierung, Aromatherapy, Massage, Wärme und Bad)
Registrierung des Babys, Pass, Staatsbürgerschaft und Visa
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Chris hat es zum 2. Termin geschafft. Also sind wir gemeinsam pünktlich dort aufgeschlagen um uns den Vortrag der Hebamme anzuhören. Nach einer kurzen Zusammenfassung des zuvor Besprochenen ging es dann darum die Möglichkeiten der Partnerunterstützung in den unterschiedlichen Wehenphasen zu erläutern. Zu Beginn gab es eine gemeinsame Atemübung zur Entspannung. Ja, die Männer auch! :o)
Also ich glaube es hat sich keiner so wirklich entspannt, aber wir wissen nun wie es theoretisch sein sollte. Dann kamen wir direkt zur Partnerübung! Das war ganz nett. Die Frauen sollten sich knien und die Männer durften den Rücken in unterschiedlichen Techniken zur Schmerzlinderung massieren. Auch das hatte eher den Effekt, dass Mann sich freut, dass er ggf. helfen kann.
Gegen Ende konnten dann die Männer mal erzählen, was sie sich so ausgedacht haben um die Frauen während der Wehen zu unterhalten. Das war dann auch wieder sehr interessant. Kommentare wie "Ich mache alles wonach ich gefragt werde!" Totaler Dienstleister :o) Wer war das wohl? Jaja, dann hoffe ich mal, dass mir die passenden Fragen einfallen.
Aussagen von anderen Männern: "Ich dimme das Licht, ich erzähle einen Witz, ich massiere meine Frau, ich hole was zu essen..." Gedimmtes Licht??? Ein Witz??? Stell Dir vor Du bist schwanger und Du bekommst das Kind nicht raus!? haha
Ne also bei solchen Gelegenheiten zeigt sich dann wieder mal warum man sich genau den eigenen Mann ausgesucht hat.
Die Männer wurden sehr still als die Hebamme ihnen sagte, dass der Geburtsschmerz vergleichbar ist mit dem Schmerz den man hat, wenn einem ein Bein amputiert wird. Naja, wir leben ja nicht mehr im Mittelalter!! Es gibt ja glücklicherweise schmerzstillende Mittel.
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3. Woche
Die Geburt
Dammriss und -schnitt
Medizinische Methoden der Schmerzbekämpfung, Anesthesie
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In dieser Woche fand der Geburtsvorbereitungskurs im Krankenhaus selbst statt. Der Gedanke, dass wir dort unser Minimäuschen das erste Mal sehen werden ist schon komisch gewesen.
Der Vortrag wurde in dieser Woche von einem Anesthesisten gehalten. Ein Inder mit typisch indischem Englisch. Er hat alle Arten der Schmerzbekämpfung sehr genau erklärt. Vom Lachgas bis zur PDA. Wir sind über die Nebenwirkungen der einzelnen Drogen für das Kind informiert worden und über den Einfluss und die Wirkweise während der Geburt. Der Kurs war sehr interessant, jedoch hätte mir auch weniger Info gereicht. Ich musste eigentlich gar nicht so genau wissen wie diese PDA gelegt wird und was dabei für Verletzungen und Komplikationen auftreten können. Auch hätte ich diese fiese PDA-Nadel nicht in der Hand halten müssen. Das ging auch nicht nur mir so. Das Mädel das vor mir sass hat dann irgendwann ganz bleich ausgesehen und nach einem Glas Wasser gefragt.
Die mehrfache Aussage des Anesthesisten, dass die richtige Plazierung der PDA von seinem Fingerspitzengefühl abhängt und er das quasi blind macht vermochte auch nicht grad zu beruhigen.
Als der Anesthesist dann mit seinem Vortrag fertig war haben wir uns dann nochmal genau die Geburtsstation angesehen. Wir werden einen eigenen Raum für die Wehen haben. Dort ist ein DVD Player, eine Dusche, diverse Apparaturen für mich und die Kleine, ein Gymnastikball, ein riesiges Körnerkissen usw.
Mich hat das also hoffen lassen, dass ich die Zeit bis die Kleine dann endlich raus will dort gut beschäftigt bin.
Die eigentlichen Patientenzimmer sind wie Hotelzimmer und nicht im Krankenhausstil. Rooming in wird sehr unterastützt aber es gibt auch eine Möglichkeit die Kleinen in die Obhut der Hebammen zu geben. Ausserdem machten die alle einen sehr ruhigen und netten Eindruck!!
4. Woche
Einleiten der Wehen
Aussehen des Neugeborenen
Was geschieht unmittelbar nach der Geburt?
Kaiserschnitt, Zangen- und Saugglockengeburt
Reisen mit dem Baby
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Unter den gegebenen Umständen hat uns das Thema Kaiserschnitt natürlich besonders interessiert!! Ein geplanter Kaiserschnitt findet ca. 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin statt. Frauen die einen Kaiserschnitt haben müssen, haben danach kein Problem mit dem Stillen. Der Kaiserschnitt geht schnell. Ca. 25 Min bis die Betäubung wirkt. 15 Min bis die Kleine draussen ist und dann muss noch zugenäht werden.
Dann wurden wir darüber aufgeklärt was wir tun sollten, ewnn das Kind mal kommt bevor wir im Krankenhaus sind. Chris meinte dass sich das einfach anhöre und er das könne. Wir sind also im Notafall gut versorgt.
Dann wurden wir darüber informiert, wie das Baby aussieht und was mit dem Baby geschieht wenn es denn erst geboren ist. Wo es ggf. noch diese Käseschmiere hat und warum einige Dinge evtl. zu Beginn nicht so schön aussehen können usw.
Zum Thema reisen meinte die Hebamme, dass sie eine längere Flugreise frühestens 3 Monate nach der Geburt anstreben würde. Einige Ärzte reden aber wohl auch von 2 Monaten nach der Geburt.
5. Woche
Stillen
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Diese Veranstaltung war eindeutig eher was für Frauen. Die armen Männer die dabei waren haben jetzt vermutlich Probleme beim Anblick einer Brust nicht an einen Hamburger zu denken. Die Hebamme, die den Vortrag zum Thema Stillen brachte fand es besonders anschaulich die Brust mit einem Hamburger zu vergleichen und hatte auch kein Problem ihre eigene Brust -gross, weich- in die entsprechende Form zu drücken. Ich habe jetzt schon Angst vorm Dienstag und Donnerstag im Krankenhaus, weil sie an diesen beiden Tagen die Stillberaterin in der Klinik ist, in der ich entbinde. Ich hoffe also, dass ich Freitags entbinde und Montags da raus bin.
Die technischen Anleitungen waren aber gut und rein theoretisch können wir jetzt alle stillen.
6. Woche
Physische und emotionale Veränderungen nach der Geburt
Wo kann man Hilfe bekommen um mit den Herausforderungen des Elternseins klar zu kommen?
Postnatale Depression
Empfängnisverhütung
Versorgung von Mutter und Baby nach der Geburt
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